Der frankophile Abend

Es begann mit einem Film: C’était mieux demain. Und endete mit Baguette, Morbier und Comté auf dem Küchentisch. Auf dem Heimweg vom Kino hatte sich eine Stimmung eingestellt, die man nicht plant, sondern einfach mitnimmt: frankophil, leicht verklärt, bereit für Kerzenschein und Chansons.

Der Wein dazu: Sainte Hélène, Cuvée aus dem Languedoc. In der Nase rote Beeren und dunkle Kirschen, begleitet von einem Hauch Pfeffer. Dazu feine Vanille, ein wenig Röstaroma, und am Gaumen weiche, gut eingebundene Tannine, die nichts dominieren, sondern alles zusammenhalten.

Draußen ein sonniger, aber kalter Wintertag. Drinnen Wärme, Musik und der Geschmack von Frankreich in kleinen Stücken: Käse, Brot, Wein.

Ein Abend, der beweist, dass man nicht reisen muss, um unterwegs zu sein. Manchmal genügt eine Flasche und die richtige Playlist.