Der späte Sommergast

Ein Verschnitt von Riesling und Weißburgunder, zwei Stimmen, die sich hier zu einem Duett verbinden: trocken, aber fruchtig, frisch, fast jugendlich. Es ist ein Wein wie ein klarer Spätsommertag. Die Sonne wärmt noch, aber die Abende kühlen bereits ab.
Im Glas liegt kein Übermaß, keine Süße, die beschwichtigen will, sondern die helle Säure des Rieslings, gezügelt durch die Milde des Weißburgunders. Man schmeckt Frische, fast wie ein Luftzug durch offene Fenster.
Er ist ein Wein für das Innehalten, für den Moment, in dem man ahnt: Der Sommer geht zu Ende. Man trinkt ihn nicht, um zu feiern, sondern um zu bewahren. Und wenn er ausklingt, bleibt der Nachhall einer leichten Melancholie, wie das letzte Licht auf den Feldern der Pfalz.